Hier finden Sie kompakte Antworten auf die Fragen, die vor und nach dem Kauf eines Schongarers am häufigsten gestellt werden – sortiert nach Themenbereich.
Ein Schongarer kann eine Sache: über Stunden bei niedriger Temperatur garen. Ein Multikocher ist ein Kombigerät, bei dem das Schongaren ein Programm unter mehreren ist – eines der verglichenen Geräte bringt acht Programme von Anbraten bis Sous-vide-Garen mit. Wer nur schongaren will, bezahlt beim Kombigerät Funktionen mit, die er nicht braucht.
Ja. „Slow Cooker“ ist die englische, „Schongarer“ die deutsche Bezeichnung für dasselbe Gerät; viele Hersteller verwenden beide Wörter im selben Produkttitel. Ein technischer Unterschied steckt nicht dahinter.
Gut geeignet sind Schmorgerichte, Eintöpfe, Gulasch, Brühen und zähe Fleischstücke. In den Rezensionen der verglichenen Geräte werden vor allem Fleisch- und Eintopfgerichte genannt, deren Ergebnis als butterweich beschrieben wird. Weniger geeignet ist alles, was Röstaromen oder eine krosse Oberfläche braucht.
Für lange Schmorgänge ja, für alles Übrige nicht. Ein Schongarer bräunt nicht und überbackt nicht, er hält eine niedrige Temperatur über viele Stunden. Mehrere Geräte im Vergleich haben deshalb eine Anbratfunktion, mit der Sie Fleisch vorher im selben Topf anbraten.
Für ein bis zwei Personen reichen rund 1,5 bis 2 l. Als Faustregel sollte ein Schongarer mindestens halb gefüllt sein, deshalb ist ein zu großes Gerät ein Fehlkauf. Im Vergleich decken die beiden kleinsten Geräte genau diese Größe ab.
Rund 3,5 bis 5 l. Die Hersteller der verglichenen Geräte nennen für diese Klasse drei bis vier Portionen; beim 4,7-l-Gerät steht sogar „bis zu fünf Personen“, was eine Rezension für zu optimistisch hält. Rechnen Sie deshalb eher knapp als großzügig.
Der Preis hängt vor allem an Fassungsvermögen und Steuerung. Klassische Geräte mit Stufenschalter bilden das untere Ende, digitale Schongarer mit Zeitvorwahl liegen darüber, Multikocher das obere Ende. Die Preise stehen zum Stand der letzten Aktualisierung im Vergleich, und der Preisfilter dort grenzt sie auf Ihr Budget ein.
Wenn Sie morgens ansetzen und abends essen wollen, ja. Drei der digitalen Geräte im Vergleich schalten nach Ablauf der Zeitvorwahl selbsttätig in die Warmhaltestufe, statt weiterzugaren. Bei einem klassischen Gerät mit Stufenschalter übernimmt das nur eine externe Zeitschaltuhr – bis zum Einschalten liegen die Zutaten dann ungekühlt im Topf.
„Low“ ist die niedrige, „High“ die höhere Gartemperatur; dieselbe Speise braucht auf „Low“ deutlich länger. Eine Gradzahl steht meist nicht dahinter – es sind Schalterstellungen, keine Temperaturangaben. Eine gradgenaue Temperaturwahl fürs Schongaren weist keines der Datenblätter im Vergleich aus; die beiden Multikocher kennen dafür nur „Low“ und „High“, und beim 7,1-l-Gerät nennt eine Rezension Gradzahlen nur für die Anbratfunktion.
Zwei Dinge ändern sich: Die Garzeit wird deutlich länger, die Flüssigkeitsmenge kleiner. Eine Tabelle mit Anhaltswerten – etwa 1 Stunde im Backofen entspricht 6 bis 8 Stunden auf „Low“ – steht im Ratgeber zu den Garzeiten; sie ist ein Ausgangspunkt, Vorrang haben die Umrechnungsfaktoren aus der Bedienungsanleitung Ihres Geräts. Beginnen Sie mit einem Gericht, das Sie kennen, dann sehen Sie den Unterschied am eigenen Topf.
Als Faustregel mindestens halb und höchstens gut zu drei Vierteln. Oberhalb davon fehlt der Platz für den beim Garen entstehenden Dampf, und der Topf kann überkochen. Rechnen Sie außerdem damit, dass das nutzbare Volumen unter der angegebenen Literzahl liegt – bei zwei kleinen Geräten bemängeln Rezensionen genau das.
Nötig ist es nicht. Mehrere Rezensionen der verglichenen Geräte beschreiben zarte Ergebnisse ausdrücklich auch ohne vorheriges Anbraten. Wenn Sie Röstaromen möchten, nehmen Sie ein Gerät mit Anbratfunktion – dort braten Sie im selben Topf an, in dem das Gericht anschließend weitergart.
Ja, weil der Deckel geschlossen bleibt und wenig Dampf entweicht. Eine Rezension zu einem der großen Geräte beschreibt eine Brühe, die 28 Stunden auf „Low“ stand, ohne dass Flüssigkeit verloren ging. Geben Sie deshalb eher weniger Brühe zu, als ein Rezept für Herd oder Backofen vorsieht.
Die Hersteller sehen einen Betrieb über viele Stunden ausdrücklich vor: Drei der digitalen Geräte im Vergleich lassen eine Zeitvorwahl bis zu 20 Stunden zu. Eine Zusage geben wir dazu nicht. Stellen Sie das Gerät auf eine feste, nicht brennbare Fläche, nicht unter einen Hängeschrank, und halten Sie sich an die Bedienungsanleitung.
Rechnen Sie mit der Nennleistung aus dem Datenblatt: Die meisten Schongarer im Vergleich nennen zwischen 163 und 320 W (ein Gerät mit widersprüchlichen Angaben, 145 laut Name gegen 110 W laut Datenblatt, bleibt hier außen vor), die beiden Multikocher 750 beziehungsweise 1.000 W und das 7,1-l-Gerät mit Anbratfunktion 800 W. Nennleistung durch 1.000 ergibt die Kilowatt, mal Betriebsstunden die Kilowattstunden, das Ergebnis mal Ihrem Strompreis den Betrag. Die Nennleistung ist dabei die Obergrenze und nicht der Dauerwert.
Auf einer festen, nicht brennbaren Fläche und nicht unter einem Hängeschrank, weil über Stunden Dampf abzieht. Achten Sie außerdem auf die Kabellänge: Bei zwei Geräten im Vergleich bemängeln Rezensionen ein sehr kurzes Netzkabel, das die Platzierung in der Küche einschränkt.
Drei der digitalen Geräte im Vergleich wechseln selbsttätig in die Warmhaltestufe, statt weiterzugaren; laut einer Rezension bleibt das Gericht so mehrere Stunden warm. Klassische Geräte mit Stufenschalter haben keinen Timer – dort läuft die gewählte Stufe weiter, bis Sie abschalten.
Das steht im Datenblatt und unterscheidet sich von Gerät zu Gerät. Bei mehreren Geräten im Vergleich sind Keramiktopf und Glasdeckel ausdrücklich spülmaschinengeeignet; bei zwei Geräten gilt die Angabe nur für den Glasdeckel, und zu einem davon bemängelt eine Rezension genau diese Unklarheit. Sehen Sie vor dem Kauf in die Merkmalsliste des jeweiligen Geräts.
Nur, wenn der Hersteller es ausdrücklich angibt – und bei den Keramiktöpfen im Vergleich ist das nicht der Fall. Ein Keramiktopf im Vergleich ist laut Hersteller ofenfest, gemeint ist damit der Backofen, nicht das Kochfeld. Herdfest sind stattdessen zwei der Metalltöpfe zum Anbraten: Einer ist laut Hersteller herdfest, aber nicht für Induktionskochfelder geeignet, der andere ausdrücklich auch für Induktion. Beim 7,1-l-Gerät findet das Anbraten laut Hersteller im Gerät selbst statt; eine Angabe zur Herdfestigkeit seines Innentopfs macht das Datenblatt nicht.
Mit Einweichen. Mehrere Rezensionen beschreiben die Reinigung als unkompliziert, sofern der Topf vor dem Spülen kurz einweicht; vereinzelt wird berichtet, dass Eingebranntes erst nach längerem Einweichen vollständig abgeht. Metalltöpfe mit Anti-Haft-Beschichtung gelten in einer Rezension als leichter zu reinigen – bei einem Gerät wurde die Beschichtung allerdings schon nach der ersten Reinigung beschädigt.